Trinkwasseraufbereitung
Grundlagen und Methodenvergleich
Dr. Andrea-Mercedes Riegel
Der Mensch besteht zu ca. zwei Dritteln aus H2O. Wasser ist das wichtigste Element
in unserem Körper, das richtige Wasser kann ihn jung und gesund erhalten. Nur: Welches
ist das richtige Wasser? Welche physikalischen Parameter machen Wasser zum
"Jungbrunnen" und zum "Wasser des Lebens"? Welche physikalischen Parameter
sind wichtig, um die schädigenden Einflüsse der Zivilisation, für die der Organismus
des Menschen nicht geschaffen ist, auszugleichen?
Leben entstand vor vielen Millionen Jahren
im Ur-Ozean. Es bildeten sich Einzeller,
die sich in den folgenden Millionen Jahren
zu intelligenten Kolonien zusammenschlossen, aus denen sich schlussendlich
die Säugetiere und die Menschen entwickelten. Der damalige Ur-Ozean hatte
einen Salzgehalt von 0,9% und war der
Lebensraum dieser Einzeller. Die interzelluläre Körperflüssigkeit des Menschen,
also der Lebensraum unserer Körperzellen,
hat interessanterweise ebenfalls einen
Salzgehalt von 0,9% - ein "definierter
Basiswert" des menschlichen Organismus,
der für das (Über-)Leben genau eingehalten
werden muss. So kann der Mensch
auch betrachtet werden als eine konzentrierte Ansammlung von hoch spezialisierten
und miteinander vernetzten Einzellern,
die sich "ihren" Lebensraum aus der
Urzeit "mitgebracht" haben. Ebenso wie
für Wasserlebewesen der Zustand des
Wassers bedeutsam ist, in dem sie sich
befinden, ist auch die Funktionsfähigkeit
der menschlichen Körperzellen sehr stark
von der Qualität der sie umgebenden
Körperflüssigkeit abhängig. Leider wird
dieser Tatsache in der modernen Medizin
viel zu wenig Beachtung geschenkt - sie
konzentriert sich auf den Zustand und
die "Behandlung" der 30% festen Stoffe
im Menschen, während die 70% Wasser
kaum Beachtung finden.
Für die optimale Nähr- und Sauerstoffversorgung unserer Zellen und die Entsorgung
von bei den Stoffwechsel-Prozessen
entstehenden Nährstoffresten und Kohlenstoffdioxid ist die Durchlässigkeit der die
Zellen umgebenden Flüssigkeit von großer
Bedeutung. Denn Nährstoffe und Sauerstoff
werden nur bis zu den Kapillaren
aktiv durch das Blut transportiert, zu den
Zellen gelangen sie dann mittels passiver
Diffusion durch das Konzentrationsgefälle
zwischen der Umgebung der Kapillaren
und den weiter entfernten Zellen. Da die
interzellulare Körperflüssigkeit nicht nur
aus Wasser und Salz, sondern auch aus
Proteinen besteht, darf sie nicht zu sauer
sein, denn in saurer Umgebung gerinnt
Eiweis, die Flüssigkeit wird dickflüssig und
der Stofftransport erschwert. Deutlich wird
dies im Blut, dessen pH-Wert wegen seines
hohen Proteingehalts nicht unter pH
7,35 sinken darf - ein zweiter "definierter
Basiswert" des Körpers.
Die Körperflüssigkeit wird andauernd erneuert und ersetzt durch das Wasser, das
wir trinken. Der menschliche Organismus
ist ausgelegt für die Zufuhr von Wasser
– nicht von Tee, Saft, Kaffee, Limonaden
etc. – und von roher Pflanzenkost – nicht
von gekochten, konservierten oder sonstwie
behandelten "Nahrungsmitteln"
und stark eiweißhaltigen Fleisch- oder
Milchprodukten. Rohe Pflanzenkost hat
nur eine sehr kurze Verweildauer im
Magen, Wasser sollte auf leeren Magen
getrunken werden, so dass es direkt in
den Darm gelangen kann, ohne von der
Magensäure "angesäuert" zu werden.
(Deshalb ist es auch wichtig, morgens auf
leeren Magen mindestens ein großes Glas
Wasser zu trinken!). Im Darm kann Wasser
direkt über die Darmzotten aufgenommen
werden und in das Blut bzw. in die interzelluläre Körperflüssigkeit übergehen. Die
Qualität des Trinkwassers und seine physikalischen Parameter übertragen sich so
direkt auf den menschlichen Organismus.
Diese Darstellung macht deutlich, dass die
physikalischen Parameter des Trinkwassers
einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit
haben.
Welche Parameter sind also wichtig?
- Der Mineraliengehalt, gemessen in der Leitfähigkeit in µS (microSiemens) bzw. der Umkehrfunktion des Widerstandes in W (Ohm). Wasser löst Mineralien und umgibt die Mineral-Ionen (z. B. ein Ca++-Ion oder ein Cl--Ion) mit einer so genannten Hydrathülle (vgl. Abb. 3). Je mehr Mineralien gelöst sind, desto strukturierter wird das Wasser und desto besser kann es elektrischen Strom leiten.
- Der Säure- bzw. Basengehalt des Wassers, gemessen als pH-Wert, d. h. dem Verhältnis von H+- und OH--Ionen zu den H2O-Molekülen (vgl. Abb. 4). In reinem Wasser spaltet sich jedes 10´te Wassermolekül in ein H+- und ein OH--Ion. Dies ist die natürliche Dissoziation des Wassers und zeigt einen neutralen pH-Wert von pH 7 an. Erhöht sich durch Zugabe von Mineralien oder durch Elektrolyse und anschließende Separation das Verhältnis von H+- bzw. OH--Ionen zu den H2O Molekülen, steigt oder sinkt der pH-Wert entsprechend.
- Das Redoxpotenzial, gemessen in mV (vgl. Abb. 5). In Beziehung zum pH-Wert steht das Redoxpotenzial. Es zeigt die elektrische Spannung an: Ein negatives Redoxpotenzial bedeutet ein Überschuss an freien Elektronen, d. h. eine antioxidative Wirkung, ein positives Redoxpotenzial bedeutet Elektronenmangel und eine oxidative Wirkung.
- Die Größe der Wassercluster, die nur durch aufwändige Resonanzmessungen zu bestimmen ist, die sich aber auch auf die Oberflächenspannung, die Lösungsfähigkeit und die Zellgängigkeit auswirkt. Wassercluster sind sozusagen die "funktionellen Einheiten" der Wassermoleküle; je größer sie sind, desto geringer ist die wirksame Oberfläche – je kleiner sie sind, desto besser ist die Zellgängigkeit und können Stoffe gelöst und transportiert werden (vgl. Abb. 6). Weitere physikalische Eigenschaften des Wassers wie z. B. der Informationsgehalt bleiben hier wegen der fehlenden objektiven Messbarkeit unerwähnt.



- Der so genannte "Elektrosmog" – die dauerhafte und flächendeckende Bestrahlung durch verschiedenste, meist digitale Mikrowellen-Frequenzen – bewirkt ein "Herausschießen" der Elektronen aus dem Wasser. Außer in Tiefbrunnen und -quellen ist Wasser in seinem gesamten Kreislauf dauerhaft dem Einfluss dieser Mikrowellenstrahlung ausgesetzt. Das Redoxpotenzial wird dadurch erhöht, das Wasser wird positiv geladen, also oxidativ wirksam. Jedes herkömmliche Wasser hat ein solches positives Redoxpotenzial und eine oxidative Wirkung.
- Durch die physikalische Behandlung des Wassers wie z. B. den Druck in Pumpen und in der Wasserleitung werden die Wassercluster wesentlich größer.
- Die Luftverschmutzung – bestehend aus sauren Abgasen – bewirkt ein Absinken des pH-Wertes des Regenwassers.
- Im Wasserkreislauf kommt Wasser andauernd mit verschiedensten zivilisationsbedingten chemischen Stoffen in Berührung, die es auf Grund seines hohen Lösungsvermögens mitnimmt. Angefangen von Medikamenten bis zu Agrarchemikalien und industriellen Abfällen belasten zigtausende verschiedene synthetische chemische Verbindungen das Wasser, die in herkömmlichen Kläranlagen nicht zu entfernen sind.
- Der so genannte "Elektrosmog" hat – wie im Wasser – eine oxidative Wirkung auf den Körper, d. h. es entstehen die so genannten "Freien Radikale", also Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Wichtig für den Körper sind also Antioxidanzien.
- Unsere Ernährung besteht nicht aus Rohkost – für die unser Organismus geschaffen ist –, sondern aus diversen Zustandsformen von oftmals für den Körper schwer verwertbaren Substanzen. Diese Ernährungsform bewirkt, dass überschüssige Säuren im Körper entstehen, die die natürliche Ausscheidungskapazität des Körpers überschreiten und deshalb durch körpereigene basische Mineralien neutralisiert, konzentriert und abgelagert werden müssen. Diese abgelagerten Salze können nur in basischem Milieu wieder aufgelöst und ausgeschieden werden. Wichtig für den Körper sind also ein basisches Milieu und genügend Zufuhr von körperverfügbaren basischen Mineralien.
- Durch die großen Cluster kann aufgenommenes Wasser Stoffe schlechter lösen und transportieren. Wichtig für den Körper ist also Wasser mit kleinen Clustern.
- Hauptsächlich sitzende Lebensweise und Aufenthalt in geschlossenen Räumen, verbunden mit schlechter Luftqualität führt zu Sauerstoffmangel. Wichtig für den Körper ist also genügend Sauerstoff.
- Und natürlich soll Trinkwasser möglichst frei von chemischen Belastungen sein.
Die beigefügte Tabelle (s.u.) gibt
einen Überblick über die gängigen Verfahren
und Methoden zur Trinkwasserbehandlung
und die durch sie hervorgerufenen
Veränderungen der oben genannten
physikalischen Parameter. Gleichzeitig
bewertet sie die Verfahren in Bezug
auf ihre Wirkung auf den menschlichen
Organismus und gibt Anhaltspunkte zu
ihrer Wirtschaftlichkeit. So kann sie als
Richtschnur für die Beurteilung der Wirkung
der Verfahren und Methoden und als
Entscheidungshilfe dienen.
Dipl. Ing. Dietmar Ferger
arbeitet seit 1994 in den Berufsfeldern
Wasser und Gesundheit.
Durch die Übersetzung des
Longsellers "Der Weg zurück in
die Jugend" machte er basisches
AktivWasser im deutschsprachigen
Raum bekannt. Neben seiner
unternehmerischen Tätigkeit hält
er als Präventologe Vorträge über
"Den Weg zurück in die Jugend".
Kontakt: Tel.: 07621 / 709100
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