Mukoviszidose

. Veröffentlicht in Heftarchiv - Heft 01/2009

Fermentierte Vitalkost zum Erhalt der körperlichen Grundversorgung?

Ulla Janascheck

Mukoviszidose Beim Kochen der Nahrung werden die darin enthaltenen Enzyme zerstört. Das belastet den Organismus enorm, denn das Verdauungssystem muss dieses Defizit durch eine ausreichende Produktion passender Verdauungsenzyme ausgleichen. Besonders in Mangelsituationen sind die körpereigenen Reserven jedoch schnell erschöpft; hier sollte der Organismus durch geeignete Mittel unterstützt werden.

Ungekochte Nahrung, besonders im fermentierten Zustand, versorgt den Körper mit einer reichen Menge an Verdauungsenzymen. Es werden weniger körpereigene endogene Enzyme benötigt, eine geringere Menge an Magensäure abgegeben. Die Nahrung verweilt länger im oberen Magen und wird dort besser vorverdaut, dadurch kann sie vom Darm besser verwertet werden. Enzyme bestimmter Pflanzen bauen Nahrungselemente im gesamten Verdauungstrakt ab. Gelangt die Nahrung dann in den Dünndarm, ist die Bauchspeicheldrüse entlastet, denn sie muss nur geringe Enzymmengen absondern.

Fermentierte Enzymkost bringen hier einige Vorteile mit sich: Reine Naturprodukte, die unter Zusatz von Milchsäurebakterien und Hefepilzen einen schonenden Fermentationsprozess durchlaufen, verfügen über ein reiches Angebot lebensnotwendiger Enzyme. Dem Körper werden bioaktive Substanzen in bestmöglicher verwertbarer Form zugeführt.

Während des sauren Vergärungsprozesses von Obst und Gemüse entsteht eine hohe Anzahl an Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen. Ihr Einfluss erstreckt sich nicht nur auf das Stoffwechselgeschehen, es sind auch vitamin- und hormonähnliche Wirkungen bekannt.

Hohe Enzymaktivität erhält die Stoffwechselprozesse.

Außerdem besteht eine Verbindung zwischen dem Immunsystem und den Enzymreserven – je höher der Enzymgehalt, desto stärker ist das Immunsystem.

Chronische Erkrankungen belasten den Körper und berauben ihn seiner Vitamine, Spurenelemente und Enzyme. Bei akuten Schüben steigt zunächst der Enzymgehalt in Blut, Urin und Stuhl, denn diese werden im Kampf gegen die Krankheit benötigt und ausgeschüttet. Hier greift der Körper auf seine soweit vorhandenen Reserven zurück. Sind diese aufgebraucht, sinkt der Enzymspiegel schnell ab. Wenn dieser so niedrig ist, dass die Stoffwechselprozesse darunter leiden, ist das Leben auf Dauer schwer aufrecht zu erhalten.

Was tun bei Mukoviszidose?

Die Mukoviszidose ist einer der häufigsten, angeborenen Stoffwechselkrankheiten. Zäher Schleim verstopft hierbei die lebenswichtigen Organe; vor allem die Lunge, Bauchspeicheldrüse, Leber und der Darm sind davon betroffen. Die Kinder leiden unter enormen Verdauungsstörungen und Untergewicht. Es ist sehr schwierig für sie, Nahrung bei sich zu behalten. Hierzu der Erfahrungsbericht einer Mutter, deren Kind seit Geburt von dieser Krankheit betroffen ist:

Als mein Sohn ein halbes Jahr alt war, wurde ich mit der Diagnose konfrontiert. Wir suchten nach alternativen Therapiemethoden, die wir ihm zukommen lassen wollten. Er bekommt z. B. Schweinepankreatin zu jeder Fettmahlzeit, damit das Fett besser verdaut werden kann; er inhaliert täglich mit Kochsalzlösungen, um den Schleim zu lösen und trinkt Spitzwegerichsaft und Süßwurzeltee. Er wird schrittweise von der Homöopathie begleitet und nutzt ein Trampolin zum krankengymnastischen Training. Einmal im Monat geht er zur osteopathischen Behandlung.

Zusätzlich suchten wir nach einer sinnvollen Nahrungsergänzung, die ihm eine Grundversorgung gewährleisten konnte, denn seitdem er feste Nahrung zu sich nahm, wuchsen die Gewichtsprobleme.

In einer Naturheilklinik wurde mir die von Dr. Matsuura entwickelte Enzymkost Man- Koso empfohlen. Ich gab meinem Sohn fortan einen halben Beutel morgens und abends (insgesamt ca. 3 g). Seitdem konnte ich beobachten, dass er dadurch über die notwendige körperliche Grundversorgung zu verfügen scheint, auch in Zeiten extremen Untergewichts. Selbst wenn er die gewöhnliche Nahrung auf Grund der starken Verschleimung nicht bei sich behalten konnte, litt er an keinen Mangelerscheinungen und blieb ein fröhliches Kind.
Obwohl seine Diät eine hochkalorische kohlenhydratreiche Nahrung verlangt, ohne Gemüse und Salat, wird er durch das Konzentrat mit den wichtigsten Enzymen versorgt und bekommt, was er grundsätzlich benötigt. Heute ist er 2 ½ Jahre alt und hat auf Grund seiner Krankheit sehr wenig Appetit. Wonach er allerdings von selbst verlangt und danach greift, ist das musartige Konzentrat. Das zeigt mir, dass es ihm gut tut, denn er entscheidet sich hierfür selbst. Ich bin sehr froh, dass wir etwas gefunden haben, dass ihn durch das Leben tragen und versorgen wird, besonders auch in schwierigen Zeiten.
Erwähnenswert finde ich, dass mein Sohn in den vergangenen vier Monaten sechs verschiedene Antibiotika zu sich nehmen musste. Sehr erfreulich ist, dass bei der Untersuchung der Blutwerte sich so gut wie keine Rückstände auffinden ließen. Auch das führe ich auf die Unterstützung der enzymatischen Prozesse in seinem Körper zurück.
Mit meinem heutigen Wissen würde ich wahrscheinlich bereits in der Schwangerschaft eine konzentrierte Enzymkost zu mir nehmen, um dem neuen Leben beste Voraussetzungen zu bieten.


Fermentierte Nahrungsmittel

Dazu gehören z. B. Sauerkraut, Gimchi, Tsukemono, Natto, Joghurt, Kefir, Käse, Tofu, Tempeh, Miso, Rohwurst, fermentierte Planzenkeimlinge, fermentierte Fruchtsäfte.

Indem man dem Körper Enzymkost im fermentierten Zustand anbietet, kann der Darm selbst in Zeiten großer Schwäche, die meist von Appetitlosigkeit begleitet ist, leicht auf die hilfreichen Inhaltsstoffe zurückgreifen. Davon profitieren alle Regulationsprozesse.

Der japanische Biochemiker Dr. Shingoro Matsuura gilt als Pionier auf dem Gebiet der Enzymforschung. Ihm gelang es, ein aufwändiges Fermentationsverfahren zu entwickeln, das die Inhaltsstoffe Dutzender Obst- und Gemüsepflanzen in hochkonzentrierte Enzymkost verwandelt. Durch das hier durchgeführte stufenweise Fermentieren der pflanzlichen Inhaltsstoffe erreichen die Zutaten einen quasi "vorverdauten" Zustand, der sehr gut vom Darm verwertet werden kann, selbst wenn bereits andere am Verdauungssystem beteiligte Faktoren in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Das Nahrungskonzentrat kann vom Körper leicht aufgenommen werden und steht ihm nun frei zur Verfügung. Des Forschers ursächliches Anliegen war, die schwangeren Frauen während der Hiroshima-Katastrophe so zu versorgen, dass sie trotz widriger Umstände gesunde Kinder zur Welt bringen konnten und die Neugeborenen so zu stärken, dass sie ohne Schaden aufwuchsen.
Eine ausreichende und gezielte Enzymzufuhr benötigen nicht nur Neugeborene, sondern alle Menschen besonders in Zeiten der Not und zur Unterstützung der Selbstheilungskräfte.

Ulla Janascheck
Ulla Janascheck arbeitet als freie Journalistin und beschäftigt sich mit weiblicher Spiritualität unter Einbeziehung der mythologischen Hintergründe und Astrologie. Ausbildung zur Focusing-Beratung, DAF. Autorin von Transit-Tagebuch; Erlebnisraum Astrologie; Göttin der Gezeiten, zur weiblichen Kraft mit Mond, Mythen und Märchen; Göttinnenzyklus, von weisen Frauen, ihren Künsten und Wirkstätten, Krisengeschenke, der kreative Umgang mit Wegkreuzung, Loslösung und Neuorientierung, Kessel, Ofen, Feuer, köstliche Rezepte zum Feiern der Jahreskreisfeste.
Kontakt: Klosterstr. 10, D-55270 Klein-Winternheim Tel.: 06136 / 997689, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. www.ulla-janascheck.de


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Die Mitarbeiter/innen der Abteilung "Hilfe zur Selbsthilfe" des Mukoviszidose e.V. beschäftigen sich direkt mit den Anfragen, Belangen und Anliegen der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Sie helfen allen Ratsuchenden unabhängig von einer Mitgliedschaft. Angeboten wird auch der Austausch mit anderen Familien oder erwachsenen Betroffenen. Hierfür können Kontakte über die regionalen Selbsthilfegruppen, Ansprechpartner Neudiagnose oder Erwachsene/16plus genutzt werden. Ein Expertenrat steht für spezielle Probleme bereit.
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