Optimieren Sie Ihren Auftritt im Internet
Peter Gockel
In unserem Beratungsalltag als Spezial-Agentur für Gesundheitsmarketing und -werbung erleben wir fast täglich
Webauftritte, die weder werbewirksam noch rechtssicher sind. Seit fünf Jahren analysieren wir diesbezüglich den
Markt systematisch und stellen fest, dass über 80% der bestehenden Webseiten von Ärzten, Heilpraktikern, Physiotherapeuten
und anderen Heilberufen vom Wettbewerbshütern angreifbar sind oder die medizinischen Inhalte
unverständlich verpacken. Heute erfahren Sie, worauf es ankommt:
- Vermeiden Sie komplizierte Namen: Ausdrücke wie "www. physikalische-praxis-meier.de" kann sich keiner merken, und bei Namen wie Schmid, Meier & Co vergisst sowieso jeder die richtige Schreibweise. Je kürzer, umso besser.
- Vermeiden Sie Ortsnamen: Eine Kombi wie physio-stuttgart.de klingt toll, ist aber rechtlich anfechtbar, da hier suggeriert wird, dass es nur diese eine Praxis für Physiotherapie in Stuttgart gibt. Witzigerweise gibt es in fast allen deutschen Städten bei Anwälten und v. a. Orthopäden genau diese Kombination (z. B. orthopädielandshut. de). Dennoch ist Vorsicht geboten. Die Abmahnwelle läuft ungebrochen. Das Risiko bleibt, auch wenn es andere dennoch machen.
- Sichern Sie ihre Heilaussagen ab: Dürfen Sie das Wort "Behandlung" benutzen oder muss es "Therapie" sein oder doch eventuell "Gesundheitsberatung"? Es kommt darauf an, in welchem Tätigkeitsfeld Sie sich genau bewegen. Am besten klären Sie Ihre Aussagen mit Ihrem Berufsverband ab. Dort bekommen Sie meist die richtigen Infos.
- Die richtigen Fotos einsetzen: Ihre Website lebt von schönen Bildern aus Ihrer Praxis. Zeigen Sie das Wohlfühl-Ambiente und zeigen Sie Ihre Mitarbeiter. Schaffen Sie so Vertrauen. Lassen Sie von einem guten Fotografen auch ein Foto von sich machen. Gerne auch im weißen Kittel. Ja, das ist mittlerweile erlaubt, auch wenn es immer noch Ungläubige gibt, die das nicht wissen.
- Die Behandlungsmethoden darstellen: Gerade bei erklärungsbedürftigen Behandlungen sind Fotos unerlässlich. Hot-Stone-Massagen lassen sich viel attraktiver mit Bild verpacken. Unter Bioresonanz kann sich nicht jeder etwas vorstellen. ZB Aber Achtung: Bilder von Ihrer Behandlung am Patienten sind immer noch verboten. Wenn nur die massierende Hand und z. B. ein Rückenstück eines Patienten zu erkennen ist, dann ist es wiederum erlaubt.
- Aufbau einer Landing-Page für überregional interessante Themen: Wenn Sie z. B. Bobath für Kinder anbieten, dann sprechen Sie ein überregionales Publikum an, das Sie mit Ihrer normalen Website meist nicht ansprechen können. Daher bietet sich eine "Landing-Page" an. Das ist eine eigene Website, die nur Informationen rund um das Thema anbietet – wie z. B. alles rund um Bobath für Kinder. Das Besucherinteresse wird dabei so fokussiert, dass viele den "mehr"-Button drücken und dann auf Ihrer eigentlichen Website landen, um Kontakt mit Ihnen aufzunehmen. Schauen Sie sich nur mal www.laichbürsten.de an (hier geht’s um Kois). Dort finden Sie das Prinzip der Landing-Page in perfekter Form umgesetzt, auch wenn Sie keine Laichbürsten benötigen.
- Das rechtssichere Impressum: Wir können es bis heute nicht begreifen, dass mehr als 40% der medizinischen Websiten KEINE rechtssicheren Angaben im Impressum haben. Oft fehlt der Hinweis auf das Teledienstgesetz (TDG), manchmal auch der Name und die Anschrift des Inhabers etc. Wenn Sie sich unsicher sind, schicken Sie uns eine E-Mail, wir prüfen Ihre Angaben kostenlos für Sie. Auch Ihr Verband weiß, worauf es ankommt. Fehlerhafte oder fehlende Angaben werden auch hier regelmäßig von Abmahnvereinen durchforstet und gnadenlos abgemahnt. In Einzelfällen geht es um bis zu fünfstellige Summen.
- Keine Website ohne Feedback- Instrumente: Was nützt Ihnen die schönste Website, wenn sie nicht selbst mit den Interessenten Kontakt aufnehmen können. Profis bieten daher auf jeder Seite "weitergehende Infos" zum Download an. Der Trick dabei ist, dass der Download erst ausgeführt wird, wenn Sie als Besucher Ihre Mailadresse eingeben. Technisch ist das ganz einfach zu realisieren, und zugleich machen Sie mit diesem kleinen Trick aus einer Website-Einbahnstraße nun ein echtes Kommunikationsinstrument.
- Ohne Newsletter kaum Response: Viele unserer Kunden wünschen sich Webseiten mit allem Drum und Dran. Wenn die erste Euphorie vorbei ist und der Alltag beginnt, dann stellt sich oft heraus, dass die Website nur dazu dient, die eigene Praxis kurz und knapp vorzustellen. Der andere Teil unserer Kunden beginnt dann aber, die eigene Webseite als Spielwiese für bessere Kundenkontakte zu verstehen und sogar die bestehenden Kunden damit besser an die eigene Praxis zu binden. Hierzu bieten sich kurze und informative Newsletter an Ihre Patienten an. Schreiben Sie in knappen Worten über eine neue Behandlungsmethode oder transportieren Sie hierüber besondere Angebote für Stammkunden, soweit das rechtlich für Ihren Beruf möglich ist. Sogar ein Allgemeinarzt kann zum "Hautkrebs- Screening" einladen.
- Verlinkungen: Holen Sie Ihre Geschäftspartner mit ins Boot. Binden Sie deren Logo mit ein. Das ermöglicht Ihren Patienten tiefere Einblicke in die jeweiligen Partnerfirmen und verbessert ihr Rating bei Suchmaschinen. Google beispielsweise bietet selbst viele nützliche Tools unter "google analytics" zur Verbesserung Ihrer Platzierung bei Suchanfragen nach Ihrer Website.
Viele der angesprochenen Themen sind sehr einfach umzusetzen, verbessern den Traffic auf Ihrer Website spürbar oder schaffen einfach Sicherheit. Wer sicher sein will, alles richtig gemacht zu haben, kann unseren kostenlosen "Web-Check" nutzen – E-Mail genügt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
