Kleines Fachlexikon für Psycho-Chinesisch

. Veröffentlicht in Heftarchiv - Heft 05/1999

Teil 3: Entwicklungspsychologie

Fötale Phase:
Dritte Phase der pränatalen Entwicklung; sie reicht von der 8. Woche bis zur Entbindung und ist durch Wachstum des gesamten Organismus gekennzeichnet.

Frühgeburt:
Eine Geburt vor der 38. Gestationswoche mit einen Geburtsgewicht von unter 2250 g.

Feindselige Aggression:
Verhalten, das auf die körperliche oder verbale Verletzung anderer abzielt.

Formale Operation:
Anwendung abstrakter Regeln zur Lösung einer Klasse von Problemen.

Fluide Fähigkeiten:
Die Prozesse, die bei der Problemlösung und beim Umgang mit neuer Information angewandt werden

Grundlagenforschung:
Untersuchungen, die zu Erkenntnissen über Prozesse und Sequenzen von Entwicklung führen, auch wenn es für diese kein unmittelbares gesellschaftliches Bedürfnis gibt.

Geschlechtsrollendifferenzierung:
Prozesse, bei denen das biologische Geschlecht und was in der gegebenen Kultur damit verbunden wird, in die Selbstwahrnehmung und das Verhalten des Kindes integriert werden.

Geschlechtsidentität:
Akzeptanz der grundlegenden biologischen Eigenschaft, männlich oder weiblich zu sein.

Geschlechtsrollenidentität:
Gefühl der Übereinstimmung zwischen Interessen, Persönlichkeit und Verhalten mit der eigenen Definition von Männlichkeit bzw. Weiblichkeit.

Geschlechtskonstanz:
Einsicht eines Kindes, das sich das Geschlecht nicht ändert.

Gene:
Chromosomenteilchen, die die Informationen enthalten, durch die ein Individuum bestimmte ererbte Merkmale entwickelt.

Geschlechtschromosomen:
Chromosomen, die bei Männern und Frauen verschieden kombiniert sind. Frauen haben normalerweise zwei XChromosomen, Männer ein X- und ein Y-Chromosom.

Gegenseitigkeit:
Ein Prinzip, das besagt, dass die Entwicklung von Kindern Ergebnis der Interaktion ihrer eigenen Eigenschaften mit den Eigenschaften der Menschen ist, die sie erziehen.

Gebundenes Morphem:
Ein Morphem, das nicht allein stehen kann und immer Teil eines Wortes ist.

Internalisierende Syndrome:
Emotionale Störungen, die von starker innerer Not, Angst, Depression, sozialem Rückzug und Selbstentwertung gekennzeichnet sind.

Ich-Elastizität:
Anzeichen für Flexibilität oder Anpassungsfähigkeit.

Instumentelle Aggression:
Aggressives Verhalten, mit dem ein Ziel erreicht werden soll.

Instrumentelles(operantes) Konditionieren:
Aufbau einer Beziehung zwischen einer Reaktion und einem darauffolgendes Ereignis (Verstärkung), das die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung der Reaktion erhöht.

Induktive Methoden:
Nichtstrafende Methoden zur Veränderung des Verhaltens von Kindern; wird auch als Methode zur Internalisierung von Informationen bezeichnet.

Imitation:
Nachahmen bestimmter Verhaltensweisen eines anderen Menschen.

Identifikation:
Prozeß, in dem die Merkmale und generellen Verhaltensmuster eines anderen verinnerlicht werden.

Ich-Identität:
Bewußtheit der eigenen Eigenschaften, Befindlichkeiten und Fähigkeiten.

Identitätsverwirrung:
Eine verlängerte Phase, in der ein Mensch kein starkes, eindeutiges Identitätsgefühl entwickeln kann.

Intelligenz:
Fähigkeit, die Fähigkeiten zu lernen und anzuwenden, die für eine erfolgreiche Anpassung an die Anforderungen der Gesellschaft und an die Umwelt notwendig sind.

DR. PAED. HARTMUT GUTSCHE