| Tractus iliotibialis Syndrom |
Fallstudie aus der Heilpraktiker-Praxis
Ein 18-jähriger männlicher Patient, angehender Fußballprofi, kommt in meine Praxis und klagt über starke Knieschmerzen bei längeren Ausdauerläufen, die ihn seit 4 Monaten beim Training behindern. Der Schmerz setzt nach 7-8 km ein. Der junge Mann ist sportlich durchtrainiert, psychisch niedergeschlagen und hat Angst, seine noch junge Fußballkarriere beenden zu müssen. Er wurde bisher von 3 Ärzten untersucht, die Diagnose lautet „Tractus iliotibialis Syndrom“. Die Erkrankung wurde bisher mit Cortison, Ibuprofen, Diclofenac, kompletter Trainingspause und Physiotherapie behandelt. Zuletzt sollte der Patient 2 x am Tag Krafttraining machen. Da aber keine Schmerzerleichterung in Sicht war, wurde ihm eine Operation vorgeschlagen. Nach ausgiebiger körperlicher Untersuchung stelle ich eine sehr starke Verhärtung an der lateralen Oberschenkelfaszie fest. Eine leichte O-Beinstellung ist sichtbar. Die Anamnese vollzog ich unter Gesichtspunkten der Traditionellen Chinesischen Medizin (Qualität des Schmerzes, Temperaturempfinden, Appetit, Stuhlgang, Schlaf, etc.). Puls-Zungendiagnose:Milz-Magen-Qi-Mangel Ich empfehle Aquajogging zur Steigerung seiner Kondition, Einnahme von Nahrungsmitteln mit warmem Charakter sowie das Weglassen kalter Getränke nach dem Sport. Nach fünf Behandlungen geht es dem jungen Sportler sehr gut. Er läuft fast täglich 15 km, hat keinerlei Schmerzen mehr und ist auf dem besten Weg, eine erfolgreiche Fußballerkarriere zu starten.
|



Der Tractus iliotibialis ist ein mehrere Zentimeter breiter Faserzug der Fascia lata, der Bindegewebshülle am Oberschenkel. Das Läuferknie, das „iliotibiale Bandsyndrom“ oder „Tractussyndrom“ ist ein weitverbreitetes Schmerzsyndrom, das durch Überbeanspruchung des Bewegungsapparates, v. a. bei Läufern und Radfahrern auftritt.