Osteopathische Behandlung der Migräne/Cephalgie

© Sergey Nivens - Fotolia.comChronische Kopfschmerzen können viele Ursachen haben. Es ist daher sinnvoll, alle Traumata, Operationen, emotionale Konflikte usw. in der Anamnese zu berücksichtigen. Häufige Ursachen der Migräne/Cephalgie finden wir in den Kopfgelenken, vermehrter Spannung der Dura mater (z. B. Schleudertrauma), Reizung des N. Vagus am Diaphragma, Blasendysfunktionen etc.

Als Grundbehandlung empfehle ich eine Membranentspannung und eine Sinusdrainage der venösen Sinusse des Schädels. Als Vorbereitung dazu sollten wir CO und C1 freimachen, danach das Mediastinum und das Diaphragma thorakale. Auch das Sakrum sowie das Os coccygeus sollten frei sein.

Danach prüfen wir den Schädel auf eine Impaktion/ Kompression und behandeln dies gegebenenfalls. Weiterhin werden die Membranen des Kopfes entspannt und gedehnt. Mit Membranen sind hier die Falx cerebri, das Tentorium cerebelli und die Falx cerebelli gemeint.

Erst jetzt erfolgt die Drainage der venösen Sinusse, um das craniale System zu entspannen. Wir beginnen mit einer Erwärmungstechnik für das Foramen jugulare. Damit nehmen wir Einfluss auf die Vena jugularis, den N. vagus, N. glossopharyngeus und den N. Accessorius. Des Weiteren arbeiten wir mit einem V-Spread an der OM-Naht (occipito-mastoidea) für den Sinus sigmoideus. Anschließend behandeln wir auf Inion intraossär für das Confluenz sinuum (Zusammentreffen von Sinus sagittalis superior, Sinus transversus und Sinus occipitalis). Dann folgt die Behandlung des Sinus transversus intraossär.

Der nächste Schritt ist die Behandlung von Inion zu Lambda, hier benutzen wir auch die intraossäre Behandlung. Dann arbeiten wir auf Lambda mit einen V-Spread für den Sinus sagittalis superior. Jetzt können wir die Sutura sagittalis mit einer Suturentechnik behandeln, um positiv auf den Sinus sagittalis superior einzuwirken.

Es folgt die Behandlung von Bregma mit einem V-Spread und der Sutura metopica mit einer Suturentechnik. Um weiter im Abflussprotokoll zu bleiben, folgt die Befreiung der Sutura nasofrontalis mit einer Suturentechnik, anschließend ein Frontallift für die Sutura coronalis.

Für den Sinus sphenoparietale erfolgt ein VSpread auf dem Punkt Pterion. Danach die Kompression der Temporalia, um den Sinus petrosus zu entspannen. Zu vorletzt mache ich eine Dekompression der SSB (Synchondrose Spheno Bassilare) und zu guter Letzt erwärme ich noch einmal das Foramen jugulare.

Es gilt immer zu bedenken: Bevor wir unklare Kopfschmerzen osteopathisch behandeln, sollte immer zuerst eine ärztliche Abklärung möglicher Ursachen erfolgen, denn nur dann kann eine Behandlung optimalen Erfolg haben.

Patric Simeoli Patric Simeoli
Heilpraktiker mit Schwerpunkten Osteopathie, Chiropraktik, Neuraltherapie

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